Helmut Grün aus Herborn
GROSSE AMERIKA-RUNDREISE AUF DER TRAUMSTRASSE DER WELT
QUER DURCH USA - KANADA UND ALASKA

21. Mai 1982 - 09. Juli 1982
Tages-Reiseprogramm:

1 . Tag
Flug nach USA.

2. Tag
Ganztägiger Aufenthalt in New York. Fahrt zur George- Washington -Brücke, durch den oberen Teil von Manhattan mit typischen Wohn- und
Geschäfts­vierteln von Puertoricanern, Spaniern, Italienern, durch Harlem und zur Kathedrale St. John the Divine, dem zweitgrößten Kirchenbau
der Welt, kurze Besichtigung. Am Central-Park vorbei, die weltberühmte Fifth Avenue ent­lang, vorbei am Deutschenviertel, Guggenheim-Museum,
Metropolitan-Museum of Fine Arts, St. Patrick's Cathedrale, Rockefeller Center. Mittagspause in verschiedenen Groß-Restaurants am Time
Square. Am Nachmittag Gele­genheit zu einer 2-stündigen Bootsfahrt rund um Manhattan mit großartigen Ausblicken auf die Stadt. Anschließend
in der Abenddämmerung Fahrt zum Empire State Building mit 101 Etagen, Gelegenheit zum Hinauffahren zur 102. Etage mit herrlichem Rundblick
auf das Lichtermeer der Weltstadt, danach Fahrt durch New York bei Nacht, zum Lincoln-Kulturzentrum mit der neuen Metropolitan Opera und
der Philharmonie Hall, den Lustspiel-Theatern und Erstaufführungskinos, zum Times Square, über die bekannte 42. Straße und durch den Lincoln-
Tunnel zum Trailerpark.

3. Tag
Aufenthalt in New York. Einstündige Fahrt nach Manhattan mit dem ersten Anblick der Wolkenkratzer-Silhouette in der Morgensonne. Fahrt durch
das Herz der Weltstadt, in das Finanz-Zentrum rund um die Wall-Street, zum Battery-Park mit Blick auf die Freiheits-Statue. Etwa l Stunde
Spaziergang zur winzig wirkenden Trinity-Kirche zwischen den Bank- und Versicherungs-Hochhäusern, durch die Wallstreet zur Federal-Hall und
zur Börse. Vorbei an Häusern, die noch an das frühere Neu-Amsterdam erinnern, zum Battery-Park. Besichtigung des UNO-Gebäudes mit
deutschsprachiger Führung.

4. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Über den New York State Thruway durch die reizvolle Wald- und Parklandschaft des Staates New York zur amerikanisch-
kanadi­schen Grenze und den weltberühmten Niagara-Fällen. Fahrt zum Übernach­tungsplatz. Um 21.00 Uhr bzw. je nach Sonnenuntergang, Fahrt
zu den er­leuchteten Wasserfällen. Nach geraumer Zeit Rückfahrt.

5. Tag
Abfahrt zu den Niagara-Fällen. Rotel parkt auf einem in der Nähe gelegenen Parkplatz. Gelegenheit zum Besuch eines Aussichtsturms oder
Abstieg in die Grotte der Wasserfälle, auch Bootstour möglich. Herrlich angelegte Parks. Fotospaziergänge etc. Mittagspause bei den Fällen.
Nachmittags Fahrt durch die Kanadische Province Ontario über die Queen Elizabeth Way und Mac-Donald-Cartier Freeway bis nach Windsor. Dort
bei gutem Campingplatz Übernachtung (KOA).

6. Tag
7.00 Uhr Abfahrt zur Ambassador-Brücke in Windsor - Grenzüberschreitung in die USA zum Civic-Center, dem Renecaise-Building, das neue
Wahrzeichen von Detroit. Danach zum Ford-Museum. Besuch des Museums oder der Greefield-Village möglich. Nachmittags Fahrt durch den
Staat Michigan bis kurz nach Michigan-City, dort Übernachtung auf einem herrlich gelegenen, ruhigen Platz.

7. Tag
7.00 Uhr Abfahrt in Richtung Chicago und große Rundfahrt. Durch die Viertel der Farbigen und Puertoricaner zum eigentlichen Innenstadtbezirk.
Über die Michigan Avenue und zum Lake Shore Drive und am Michigan-See entlang zum Prudential-Building und Sears Tower, dem höchsten
Gebäude der Welt. Mittagspause, Freizeit, Spaziergang und Einkaufsbummel durch das hektische Treiben der City innerhalb der »Loop«, des
engen Kreises der Hochbahn. Und ca. 15.00 Uhr Fahrt zu dem ca. 3 Stunden entfernten, herrlichen Übernachtungsplatz in Wisconsin.

8. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Weiter geht die Fahrt durch den Staat Wisconsin bis zun »Old Man River«, Mississippi, dem amerikanischen Schicksais-Strom.
Überquerung bei La Crosse, vorbei an den endlos erscheinenden Maisfeldern des mittleren Westens, über Sioux Falls nach Mitchell. Besichtigung
des berühmte »Can-Palasts«. Übernachtung bei Mitchell, auf dem schönen Campingplatz KOA Medisen.

9. Tag
7.00 Uhr Abfahrt von Mitchell über Misscuri und auf der Highway bis nach Wall. Dort Aufenthalt und Mittagspause. Nachmittags durch die
Badlands zum Badlands National Monument, ein von der Natur geschaffenes Denkmal großartige Erosionslandschaft. Farbschattierungen von gelb,
rot und grau, das mit wechselnder Tagesbeleuchtung sein Aussehen verändert. Übernachtung an einer ruhigen, herrlichen Platz bei den
Badlands,

10 . Tag
7.00 Uhr Abfahrt in Richtung Rapid City in das Black Hill Gebirge zum Mount Rushmore mit den vier in einen Felsen gehauenen Präsidentenköpfen.
Durch Hochwald und junge Aufforstungen, durch Schluchten und den „Schwarzwald“ des Mittleren Westens, in dem jedoch auch noch der Büffel
sich frei bewegt. Weiter nach Deadwood, einer ehemals berüchtigten Goldgräberstadt, Besichtigung des Saloons, wo die wildwest-verbundenen
Helden wie Wild Bill, Calamity Jane und Potato Creek Johnny sich aufhielten. Durch den Spearfisch Canyon nach Lead, der Goldstadt, die heute
das meiste Gold in der westliche Hemisphäre hervorbringt. Anschließend durch die romantischen Black Hills zum Devils Tower, einer 865 ft hohen
Natursäule aus vulkanischem Gestein. Übernachtung direkt beim Devil Tower.

11. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Fahrt vom Devil Tower in Richtung Keyhole Reservoir und Sheridan, die Stadt mit vielen indianischen Überlieferungen. Durch
den Bighorn National Forest, einem Naturerlebnis von eindringlicher Schönheit, durch teilweise unangetastete Wildnis, in der sich die Wildpferd-
Herden noch frei bewegen können, über den 8950 ft hohen Granitpaß nach Cody, der Stadt, die von Buffalo Bill gegründet wurde. Besuch des
bekannten Buffalo-Bill-Museums, wo alte Indianer- sowie Pioniergegenstände besichtigt werden können. :

12. Tag und 13. Tag
7.00 Uhr Abfahrt von Cody, entlang der Buffalo-Bill Mounts und durch den Shoshone Canyon in den Yellowstone National-Park. Vorbei am
gewaltigen Yellowstone Lake mit großartiger Fernsicht auf die Viertausender des Grand Teton Gebirges zum weltberühmten Geysir »Old Faithful«,
der regelmäßig alle 65 Minuten ausbricht. Weiterfahrt zum Grand Canyon of Yellowston, dort besichtigung des Lower und UpperFall. Nachmittags
Weiterfahrt mit vielen Fotopausen bei Bären, Elchen und Bisons, die hier noch in völliger Freiheit leben. Besuch der Kupfermine Butte.
Übernachtung auf dem Campingplatz Gardiner.

14. Tag
7.00 Uhr Abfahrt von Gardiner über Helena. Kurzer Halt am Capitol von Helena. Ein Gebäude, das im 19.Jahrhundert errichtet wurde. Weiter geht
es dann über die Kontinental Wasserscheide und durch die herrlichen Hochtäler der Rocky Mountains bis zum Flathead-Lake, der nach den
Flathead-Indianern benannt wurde. Mittagspause. Nachmittags Fahrt über Kalispell und Eureka zur kanadischen Grenze. Nach rascher
Abfertigung in den gleichnamigen Grenzort Roosville, Weiterfahrt durch das Tal des Kootenay-Indianer-Gebietes bis nach Cranbrook.
Übernachtung.

15. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Von Cranbrook über Radium, Hot-Springs, zum Kootenay-National-Park. Fahrt durch den herrlichen Park, wo noch Bären,
Bergziegen und Wapiti-Hirsche in freier Wildbahn leben. Über den Vamilia-Paß, entlang der Eisenhower-Mounts, in den Banff-National-Park.
Weiter bis Banff. Mittagspause. Nachmittags Freizeit, Möglichkeit zum Shopping, Museum, Baden in den Hot Springs und Gondel-Fahrt auf den
Sulphur Mount, mit herr­lichem Rundblick auf die Berge Hockin - Daen - Splitfalls (3000er Berge) sowie auf Mt. Rundle und Cascade Mt. Genießen
Sie die Erholungsatmosphäre dieses Kurorts. Fahrt dann auf einen Campingplatz über Banff.

16. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Von Banff zum Jasper-National-Park, durch eine der schönsten Landschaften Kanadas, mit sehr großem Wildreichtum. Mit
vielen Fotopausen geht es vorbei an gewaltigen Felsmauern und über hohe Päße, hinauf zum Columbia-Icefield und Athapaska-Gletscher.
Möglichkeit zu einer Gletscherfahrt. Mittagspause direkt am Gletscher. Weiter geht es durch den herrlichen Park, vorbei am höchsten Berg, Mt.
Robson (4250 m), in die Kanadischen Rocky's. Danach Fahrt hinaus in die Prärien Albertas, in Richtung Edmonton. Übernachtung kurz Vor
Edmonton.

17. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Nach Edmon­ton. Edmonton ist mit fast 400000 Einwohnern die achtgrößte Stadt Kanadas und Hauptstadt von Alberta. Große
Stadtrundfahrt, Old Fort Edmonton, eine interessante Nachbildung, Universität von Alberta, Nord-Saskatschewan-Fluß, der aus den Rocky
Mountains kommt, ganz Nord-Amerika durchquert und in die Hudson Bay mündet. Fahrt zum City-Center. Möglichkeiten zur Besichtigung von
Museen und Fahrt auf das A.G.T.-Building. Herrlicher Rundblick auf Edmonton. Am Spätnachmittag Fahrt zum Campingplatz Stogeon Lake.

18. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Von Edmonton in Richtung Norden, vorbei am Lake St. Ann mit einer katholischen Oblatenmission seit 1843; von Withecourt an
immer mehr abnehmende Besiedlung, zahlreiche Wasserläufe sowie reiche Wildgegend. Alte Siedlungsgebiete von Valley View und Grande Prairie,
wo sich auch sehr viele Deutsche ansiedelten. Durch große Waldgebiete (Fundorte von Dinosaurier-Fossilien) nach Dawson Creek, einer schnell
wachsenden Landwirtschafts- und Touristenstadt. Dort sehen wir den 0-Meilenstein des berühmten Alaska-Highway. Übernachtung in Hadson
Hope.

19. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Fahrt zum berühmten Alaska-Highway, der 1942 - 1943 in einjähriger Rekordzeit erbaut wurde. Anfangs nur strategische
Verbindung, ist die Straße heute als beste Sandstraße der Welt in dieser Länge bekannt. Der Null-Meilenstein in Dawson Creek mit
amerikanischer, kanadischer und alaskaischer Flagge grüßt den Reisenden, und zum letzten Mal geht es durch gut besiedeltes
Weizenanbaugebiet über den mächtigen Peace River auf einer langen Hängebrücke. Der Peace-River, der seinen Namen von einem
Friedensschluss der Indianer bekam, wälzt sich hier durch eine 300 m tiefe Schlucht. Dann fahren wir durch Gebiete mit reichen Gas-, Öl- und
Schwefelvorkom­men. Über Fort St. John zum W.A.C. Bennet-Damm, einem riesigen Stau­damm zur Elektrizitätserzeugung. Besichtigung. Danach
Fahrt durch den fast »undurchdringlichen Busch«, wie die Kanadier dieses Gebiet nennen, über die Trutch-Berge auf den gleichnamigen Paß, in
einer Höhe von 1260 m. Der Paß und die Berge wurden nach dem ersten Gouverneur von British Columbia. Joseph W. Tratch, benannt. Fahrt bis
Meile 233, dort Übernachtung inmitten der Wildnis bei Prophet River.

20. Tag
7.00 Uhr Abfahrt von Meile 233 in Richtung Fort Nelson, benannt nach dem großen Admiral Nelson, das 1929, nach einem Indianermassaker,
lange Zeit aufgegeben werden mußte und erst wieder durch die Alaska-Highway größere Bedeutung erhielt. Die Fahrt geht weiter durch die
Rocky Mountains, durch die Bergwälder, wo noch der Grizzly-Bär, Bergziegen und Elche leben. Herrlicher, tiefblauer Muncho-Lake unterhalb der
3000 Berge. Fahrt bis zum Liard-Fluß und zu den Hot Springs, mitten im Busch. Dort auch Übernachtung.

21. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Fahrt noch ein Stück durch British Columbia, durch Watson Lake zur gradlinigen Grenze zum Yukon Territorium bis nach Lower-
Post mit einem interessanten Dorf der Athapascan-Indianer, direkt am Liard-Fluß gelegen. Bald danach wird die Wasserscheide zwischen den
Flüssen Liard und Yukon überschritten. Weiter geht die Fahrt durch herrliche Landschaften bis zum Teslin-See, zu deutsch, langes Gewässer.
Übernachtung in der Nähe des Sees in Johnson Crossing.

22. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Weiter durch Gebiete des Goldrauschs der Jahrhundert­wende, in denen heute noch vereinzelt Gold gesucht wird. Marsh-Lake,
aus dem der Yukon fließt, der bis zu seiner Mündung in die Bering-See über 3500 km zurücklegt. Besuch des Miles Canyon, der einen großartigen
Anblick des Yukon in einer engen Schlucht mit steilen Felswänden bietet. In der Zeit des Goldrausches verdiente hier der spätere Dichter Jack
London für gefährliche Personenbeförderung durch diese enge Schlucht pro Person 25 Dollar. Weiterfahrt und Übernachtung in Whitehorse.
Besichtigung von Whitehorse, der »Hauptstadt« des Yukon-Territoriums mit ca. 15 000 Einwohnern. Besuch der Erinnerungen an die Pionierzeit,
z.B. des heute im Yukon fest verankerten Raddampfers, der aus Holz gebauten anglikanischen Kathedrale oder des Pioniermuseums. Wir setzen
die Fahrt fort in nördlicher Richtung, auf dem einsamen Klondike Highway, am schönen Lake Laberge vorbei, wo das bekannte Stück des Dichters
des Nordens, Robert Service, »Die Einäscherung von Sam MacGee« entstanden ist. Überquerung des historischen Flußriesen Yukon bei Carmacks
und auf den Spuren der Goldsucher aus den Klondike-Tagen bis zum Totchun Creek, einer verbliebenen Domäne für Jäger und Fallensteller.

23. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Durch unendliche Wildnis mit gigantischen Flußläufen setzen wir unsere Fahrt fort. Wir kommen durch die Bergwerksgebiete für
Silber, Blei und Zink, schließlich zum ehemaligen »Paris des Nordens«, Dawson City. Diese Stadt war um die Jahrhundertwende das unbändig
lebensfrohe und ausschweifende Zentrum der großartigsten Goldfunde der Welt. In den Jahren 1896 - 1904 wurden allein 100 Millionen Dollar Gold
aus dem Klondike-Fluß geholt. Am Bonanza Creek wo heute noch einige Privat­firmen und einzelne Leute wieder ihr Glück versuchen, versuchen
auch wir unser Glück im »goldpanning«. Alljährlich werden im Sommer die wilden Klondike-Tage durch eine Schauspieltruppe im alten Theater
heraufbeschwo­ren. Bummel durch die alten Straßen, vorbei an Saloons, Dance Halls, Banken, am Palasttheater und am Grand Hotel, heute
klapprige Zeugen einer vormals besseren Zeit. Übernachtung in Dawson City.

24. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Wir verlassen Dawson-City auf der 60ty Mile Road, die sich als höchste Straße des Nordens mit atemberaubender Aussicht auf
den Bergkuppen entlangwindet. Auf einsamer Paßhöhe Übertritt nach Alaska. Alaska, Staat der Superlative für Pionierbegeisterte, Staat der
freundlichsten US-Bürger, der gewaltigsten Natur, ein Eldorado für Jugend, Individualisten und ... Träumer. Übernachtung an der Tok Junction.

25. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Die Fahrt geht weiter von Tok durch herrliche Landschaften mit riesigen Flüssen. Hier im hohen Norden geht die Sonne den
ganzen Som­mer lang nicht unter. Wir setzen die Fahrt fort durch das Gebiet der Nabesna-Indianer, die man Fische trocknen und räuchern sehen
kann. Überquerung des Tanana-Flusses bei Tetlin Junction und von dort aus fahren wir auch ein Stück parallel zu der weltberühmten Alaska-
Pipeline, die das Rohöl von der Prudhoe-Bay, ganz im Norden Alaskas, zu dem eisfreien Hafen Valdez bringt. Anschließend nach North Pole, wo
der Bürgermeister alljährlich die an »Santa Claus, North Pole« gerichteten Briefe vieler Kinder beantwortet. Nach kurzer Fahrt erreichen wir
Fairbanks, wo auch unser Übernachtungsplatz liegt.

26. Tag
Wir besuchen das Universitätsgelände mit einem sehr schönen und sehens­werten Museum. Die Stadt wurde 1901 gegründet. Die Goldfunde vom
29. 7. 1902 lösten den großen Goldrausch Alaskas aus, der 1906 seinen Höhepunkt fand und bis gegen 1920 andauerte. Bis zu 400000 »miners«
arbeiteten in diesem Gebiet, wo auch heute noch Goldminen ausgebeutet werden. Am Karfreitag 1964 wurde Alaska von einem starken Erdbeben
erschüttert, das auch Fairbanks zu spüren bekam. Trotz großer Schäden forderte es aber kaum Opfer, da der Zeitpunkt zum Büroschluß lag.
Dann geruhsame Fahrt entlang des Tanana-Flusses bis zu seinem Zusammenfluß mit dem Nenana beim gleichnamigen Ort. Im Frühjahr werden
hier Wetten bis zu 150000 Dollar über den genauen Termin des Eisaufbruchs auf den Flüssen abgeschlossen. Hinter Nenana riesige
Radarstationen. Weiterfahrt in das Gebiet des Mt. McKinley, einer majestätischen Erscheinung und mit 6187 m der höchste Berg Nordamerikas
überhaupt. Schneereiche Landschaften mit Seen, die selbst im Juni noch ganz zugefroren sein können. Übernachtung bei Healy.

27. Tag
Mit einem Sonderfahrzeug geht es am frühen Morgen 200 km durch ausge­dehnte Wildnis des 3000 Quadratmeilen großen McKinley Nationalparks.
250 Meilen südlich des Polarkreises erhebt sich die gewaltige Eismasse des McKin­ley. Viele Fotopausen in einer ständig wechselnden
subarktischen Landschaft, in der man den Kampf ums Überleben seiner wilden Einwohner fühlt. Grizzly-Bären, Elche und Karibus wandern, wie vor
Jahrhunderten, durch die Tundra, ein Gebiet, das von der Zivilisation noch unberührt ist. Am Abend sind wir wieder auf dem Campingplatz bei
Riley Creek im Nationalpark.

28. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Über Talkeetna und Willow geht es weiter südwärts zum Knik River, der jedes Frühjahr plötzlich von 2 m Tiefe auf 8 m
anschwillt, wenn der abflußlose Lake George den Knik-Gletscher in einem Kanal durchbricht. Besuch der alten russischen Kirche in Eklutna (1794)
und eines typischen Indianer-Friedhofs. Mittags Ankunft in Anchorage, der größten Stadt Alaskas. Am Cook Inlet gelegen, ist Anchorage eine
wichtige Hafenstadt mit 200000 Einwohnern. Hier herrscht ein gemäßigtes Klima. Die Stadt wurde erst 1914 gegründet und erlebte ihren größten
Aufschwung im zweiten Weltkrieg. Anchorage besitzt eine methodistische Universität und ist eine durchaus sehr moderne Stadt. Das Erdbeben
von 1964 brachte sehr große Zerstörungen. Freizeit und Übernachtung in Anchorage.

29. Tag und 30. Tag
Geruhsame Ausflugsfahrt auf die Kenai-Halbinsel. Vorbei am Portage-Glelscher mit einem blauen Schmelzwasser-See, in dem Eisbrocken
schwimmen. Aufenthalt, dann über den Kenai Lake zur Moose Range, wo die größten über­haupt bekannten Elche leben. Fahrt durch die bis 1867
russischen Siedlungs­gebiete, Soldatna, Kenai mit seinen großen Gas- und Ölvorkommen und einer sehenswerten russischen Zwiebelturm-Kirche
aus dem Jahre 1846, sowie zahl­reichen Häusern dieser Periode. Weiter nach Kasilof und Minilchi mit einem herrlichen Blick über den Cook Inlet, zu
den Vulkanen Mt. Iliamna und Mt. Redoubt, am jenseitigen Ufer. Abendliche Freizeit in Homer und Übernach­tung.
Ganztägiger Aufenthalt in Homer, das seine Beliebheit der herrlichen Lage an der Kachemak-Bucht verdankt und dem regelmäßigen Klima, das die
Berg­hänge monatelang mit einem bunten Blütenteppich überzieht. Zahlreiche Er­holungsmöglichkeiten, Wanderungen am Strand, Fischen in den
zahlreichen Wasserläufen oder auch evtl. eine Bootsfahrt über die Bucht zum alten russischen Ort Seldovia mit einer malerischen Fischereiflotte
oder Bootsfahrt zum Grewnik-Gletscher.

31. Tag
Rückfahrt von der Kenai-Halbinsel nach Anchorage. Übernachtung.

32. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Gemeinsame Weiterfahrt über Palmer durch das Matanuska-Tal, das einzige Gebiet Alaskas, wo wirklich Landwirtschaft möglich
ist. Dann direkt am Matanuska-Gletscher entlang durch eine romantische Landschaft mit Wildtieren aller Art. Aufstieg zum Tahnets-Paß (1100 m)
zwischen den Chugach Mountains und den Talkeetna-Gipfeln, dann durch ein Gebiet in dem viele Halbedelsteine gefunden werden (Achat, Opal,
Jade, Jaspis) und versteinerte Pflanzen. Am Taslina-Fluß entlang geht die Fahrt bis nach Glenn Allen. Nachmittags Weiterfahrt auf den Glenn
Highway mit eindrucksvollem Blick auf das Copper Valley und das gewaltige vergletscherte Massiv des Wrangeil Mountains mit dem höchsten
Berg, den 4200 m hohen Mt. Sonford.
Weiterfahrt bis Tok Junction. Übernachtung.

33. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Fahrt geht von der Tok Junction weiter durch herrliche Landschaften, entlang des Tanana-River bis zum kanadischen
Grenzposten, wo wir einen Teil des Yukon-Territoriums durchqueren. Die Fahrt führt uns am herrlich gelegenen Khone-Lake vorbei, der von den
Wassern der Gletscher in den St. Elias Bergen gespeist wird. Wir erreichen die Haines Junction, dort geht es dann weiter über Champagne, wo
heute noch Rasthäuser aus dem Jahre 1902 zu sehen sind, vorbei bis nach Whitehorse. Übernachtung bei Whitehorse.

34. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Nach kurzer Fahrt verlassen wir den Alaska-Highway und biegen in südlicher Richtung ab, auf die neue Straße nach Skagway.
Durch eines der landschaftlich schönsten Gebiete des kanadischen Nordens folgen wir dem Pfad, den sich Tausende von Goldgräbern um 1900
heraufgequält haben - die Strecke über den Chilkoot und den White-Paß. Aufenthalt in dem historischen Städtchen Skagway, dort wartet eine
Fähre der State Marine Highway Gesellschaft, die bis zu 1000 Passagiere und 75 Fahrzeuge befördern kann. Hier schiffen wir uns ein.

35. Tag
Tag der Erholung auf dem Schiff. Der Marine Highway verfolgt die gleiche Route, die von Tausenden von Goldsuchern vor über einem halben
Jahrhun­dert genommen wurde: die geschützten Gewässer der einmalig schönen »Inside Passage«. Diese 450 Meilen Seeweg, durch geschützte
Fjorde, mit herrlichen Ausblicken auf schneebedeckte Gipfel, vorbei an hunderten von kleinen bewaldeten Inseln, bilden wieder einmal einen
Höhepunkt auf dieser herrlichen Reise. Die Küstengebiete, an denen wir vorbeifahren, scheinen sich noch im Urzustand zu befinden. Und wenn wir
das Glück auf unserer Seite haben, dann können wir vielleicht einen Wal blasen sehen. Kurzer Halt in den Städten Juneau, Petersburg und
Ketchikan. Übernachtet wird bei dieser Schiffsreise in Schlafsesseln.

36. Tag
Ankunft in Prince Rupert, bedeutendster Hafen von British Columbian, Heimathafen einer bedeutenden Heilbutt- und Lachsfischereiflotte. Hier
finden wir einige Beispiele herrlicher Original-Totem-Poles und bedeutende Indianer-Schnitzereien. Am Skeena-Fluß entlang nach Terrace:
Granitgipfel der Hazelton Mountains. Unberührte und oft auch noch unbenannte Schneegipfel, fruchtbare, einsame Täler und unendliche Wälder
kennzeichnen das Landschaftsbild des unwegsamen Nordens, dieser schönsten aller kanadischen Provinzen. Hier ist die Heimat der Roten Zeder,
der Douglas-Fichte und der Sitka-Tanne. Wir fahren bis zum herrlich gelegenen Fräser-Lake, wo unser Übernachtungsplatz liegt.

37. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Es geht weiter bis nach Prince- George, einer aufstrebenden Stadt mit bedeutender Holzindustrie. Kleine Stadtrundfahrt.
Anschießend führt uns die Fahrt über Quesnel, das 1859, zur Zeit des Goldrausches in diesem Gebiet, gegründet wurde. Über Soda Creek nach
Williams Lake, wo alljährlich eine große Stampede stattfindet und zahlreiche Chilcotin- und Shuswap-Indianer leben. In der Nähe des »Lac la
Hach« liegt unser Übernachtungsplatz.

38. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Wir fahren in etwas größerer Entfernung von Fräser River auf Wegen, die den alten Trecks entsprechen, was z.B. an den
Ortsnamen 70 Mile House und 59 Mile House zu erkennen ist. Bei Lytton erreichen wir wieder den Fräser River. Hier mündet der Thompson-Rivgr
ein. Weiter geht es durch den malerischen Fraser River Canyon, durch zahlreiche Tunnels und immer wieder bieten sich neue Ausblicke an. Über
den ehemaligen Goldgräberort Yale und den Ort Hope, wo der Canyon endet und der Fräser River schiffbar wird, erreichen wir Vancouver, die
drittgrößte Stadt Kanadas. Sie wird oft die schönste Stadt Kanadas genannt. Hier liegt auch unser Übernachtungsplatz. .

39. Tag
Große Stadtrundfahrt mit Stanley-Park, 1600 m lange Lions Gate Bridge, Chinesen-Viertel, Robson Street und Blick vom Little Mountain auf die
gewaltige Skyline der Stadt mit den schneebedeckten Küstenbergen im Hintergrund und den tiefblauen Buchten dazwischen. Auf der Autobahn
geht es weiter zur kanadisch-amerikanischen Grenze, wo wir nach einer raschen Abfertigung kurz nach der Grenze übernachten.

40. Tag
Seattle, die größte Stadt des Bundesstaates Washington, der sich auch »der grüne Staat« nennt. Von der Space Needle blicken wir hinunter auf
eine der am schönsten gelegenen Städte der USA. Besuch des Geländes der Weltausstellung von 1962, Kaufhausbummel in einem der riesigen
Shopping Centers und Aufenthalt in dem wiederaufgebauten, hübschen Hafenviertel; oder bei schönem Wetter und klarer Sicht ein Ausflug zum
Mt. Rainer Nationalpark. Übernachtung im Savger Lake Resort.

41. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Wir verlassen das Gebiet des Puget-Sounds über Tacoma, das sich zu einem riesigen Holzverarbeitungszentrum entwickelt hat.
Nach Überquerung des Columbia, der hier Grenzstrom ist, befinden wir uns im Staat der riesigen Wälder - Oregon. Hier hat die erste
amerikanische Überlandexpedition unter der Leitung von Lewis und Clark 1809 den Pazifik erreicht. Vorbei an Portland, am Willamette-Fluß, fahren
wir weiter nach Salem und biegen dann nach Osten ab. Am Westhang der Cascades, einem Gebiet reich an vulkanischer Tätigkeit, stehen die
größten Waldreserven der Vereinigten Staaten. Übernachtung am Kamm der Sierra Nevada.

42. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Nach kurzer Fahrt überqueren wir den Kamm der Cascades und fahren am sehr trockenen, ja fast ariden Osthang nach Süden.
Mittagserreichen wir den herrlichen Nationalpark des Crater Lake. Mit vielen Fotostops geht es den Rand des Kraters entlang und das tiefblaue
Wasser des 800 m tiefen Sees schimmert zu uns herauf. Am Westhang der Cascades fahren wir dann durch große Wälder hinüber zum
Erholungsgebiet des Grants Paß. Übernachtung in den Coast-Ranges.

43. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Überquerung der Küstenkette auf mehreren Pässen, reiz­volle Blicke auf die nun bereits wärmeren Landschaften. Abstieg zum
Pazifischen Ozean, Besuch des Parks mit den berühmten Redwood-Bäumen, die bis zu 100 m hoch werden und sich durch ihre grobe rote Rinde
auszeichnen. Weiter geht die Reise südwärts, auf dem berühmten Redwood Highway,der zahlreiche landschaftliche Schönheiten und
Sehenswürdigkeiten bietet. Ent­lang der Küste bis Eureka, dann durch die kalifornische Coast Ranges. Übernachtung.

44. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Weiterfahrt zuerst durch das kalifornische Weinbaugebiet, Besuch eines Weingutes, und vorbei an der Stadt San Francisco
und» Einfahrt in die Sierra Nevada ; mit immer neuen Blicken in tiefe Schluchten und *1 1 4- über langgestreckte Bergzüge geht die Fahrt bis
kurz vor dem Yosemite-Nationalpark. Übernachtung im Yosemite/Mariposa KOA.

45. Tag
Diesen heutigen Tag verbringen wir in diesem herrlichen Nationalpark, wohl einer der schönsten amerikanischen Nationalparks. Gewaltige
Granitkoppeln und steil abfallende Felsen säumen den Weg, dazwischen hochalpine Seen und Bergwiesen. Tosende Wasserfälle, ein
hervorragendes Klima und an jeder Kurve ein neuer Ausblick auf das tief eingeschnittene Merced-River-Tal.
Vorbei am El-Capitan und Kathedral-Rocks-Village. Aufenthalt. Nachmittags Fahrt zum Glacier-Point mit herrlichem Ausblick auf das Valley und
den höchsten Berg, den 2695 m hohen Half-Dome. Danach geht die Fahrt weiter zu den jahrhundertealten Riesenbäumen, den Giant-Sequoias.
Rundgang. Über­nachtung außerhalb des Nationalparks, in der Sierra Nevada.

46. Tag
7.00 Uhr Abfahrt. Heute fahren wir weiter durch das San Joaquin Valley an Los Banos vorbei, zum San Louis Reservoir-Stausee. Einer von vielen
künst­lichen Stauseen, wo das Wasser für die künstliche Bewässerung verwendet wird. Über die Coast-Ranges nach Monterey, zur herrlichen
Fisherman's-Warff. Nachmittags fahren wir auf der Küstenstraße nach Norden zur Stadt San Francisco. Übernachtung in Santa Crus/Monterag
Bay KOA

47. Tag
Den ganzen Tag Aufenthalt in dieser herrlichen Stadt. Zuerst fahren wir zur Mission Dolores, eine von 21 kalifornischen Missionen, die von dem
Spanier Junipera Siena gegründet wurden. Danach geht die Fahrt weiter zum Golden Gate Park, Besichtigung des japanischen Teegartens und
der Museumsanlage, vorbei an den Tier-Freigehegen. Über das großartig ausgebaute Stadtautobahnnetz geht es in die Innenstadt, zur
Fisherman's Warff. Mittagspause. Am Nachmittag besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Bootsfahrt um die Stadt, vorbei an Alcatraz und
unter die Golden Gate Bridge und Oakland Bridge. Gelegenheit zum Bummel durch Chinatown, der größten Chinesen-Ansiedlung außerhalb Asiens.
Fahrt zum Übernachtungsplatz.

48. Tag
Aufenthalt in San Francisco. Freizeit, Stadt- und Einkaufsbummel. Möglich­keit zum Besuch des Wachsfiguren-Museums oder der »Balclutha«, dem
letzten Segelschiff aus der berühmten Kap-Horn-Flotte, oder genießen Sie den Reiz einer Fahrt mit den beliebten Cable Cars auf den steilen
Straßen San Franciscos. Sea-Food-Restaurants bieten ausgezeichnete Spezialitäten.

49. Tag
Langsam nähert sich die Reise ihrem Ende. Wir unternehmen noch einen Abschiedsbummel in San Francisco und fahren dann zum Flughafen.

50. Tag
Rückflug